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  WASSERVERSORGUNG SCHWAZ

Wasseraufbringung
Das Schwazer Trinkwasser stammt aus Quellen und aus einem Grundwasserbrunnen. Im Jahresmittel verteilt sich die
Wassermenge im Verhältnis 75:25 auf Quellen bzw. den Brunnen.
Die Quellen befinden sich am Zintberg und am Schlingelberg. 16 Quellen sind derzeit in das System eingebunden. Der Grundwasserbrunnen (TB Ost) wurde Ende der 80iger Jahre in den Schwazer Feldern errichtet. Er wird hauptsächlich in den Wintermonaten benötigt, wenn die Quellschüttungen zurückgehen.
Der Grundwasserbrunnen am Sportplatz wird nicht mehr betrieben.

Wasserverteilung und Verwendung:
Das Quell- und Grundwasser wird in 4 Behältern gelagert:

 Kraken: 4000 m3
 Pirchanger: 350 m3
 Schmadl: 55 m3
 Pertrach: 80 m3

Die Behälter gleichen nicht nur Schwankungen des Verbrauchs und des Zuflusses aus, sondern dienen auch als Löschwasserreservoir.

 

     
  VERSORGUNGSGEBIET IN 3 ZONEN GETEILT
   
 

Das gesamte Versorgungsgebiet ist im Wesentlichen in drei Zonen geteilt. Jede Zone wird aus einem eigenen Behälter gespeist. Dadurch ergeben sich in den Zonen unterschiedliche Druckniveaus und Wassereigenschaften.
Ca. 90% des Stadtgebietes werden aus dem Hochbehälter Kraken versorgt. Der Hochbehälter Pirchanger versorgt den Stadtteil Pirchanger, der Hochbehälter Schmadl das Gebiet am Freundsberg.
Die beiden letzteren werden ausschließlich mit Quellwasser versorgt.

Insgesamt werden jährlich ca. 1,4 Mio m3 Wasser in das Leitungsnetz eingespeist.
Ca. 800.000 m3 davon werden in den Haushalten und Betrieben verbraucht.
 
Der Rest setzt sich zusammen aus:
Verluste im Erdreich durch undichte Leitungen und Armaturen
Abgabe an Freibrunnen
Entnahmen aus Hydranten (Straßenreinigung, Feuerwehrübungen usw.)

Die Hauptleitungen des Verteilnetzes messen ca. 45 km (ohne Quellableitungen und Hausanschlussleitungen).

Wegen des sehr alten Leitungsnetzes (die ältesten Teile stammen aus dem Beginn des 20. Jahrhunderts) ist das Netz an unzähligen Stellen undicht. Die Undichtheiten treten auf bei Korrosionsschäden, undichten Rohrverbindungen und an Erdeinbauarmaturen.
Die Behebung von Rohrbrüchen gehören genauso zum Tagesgeschehen des Wasserwerkes wie auch die Reparatur von Erdeinbauarmaturen (Straßenschieber), die sich nicht mehr betätigen lassen. Die Reparaturen verursachen einen großen Teil der Instandhaltungskosten und wirken sich damit wesentlich auf den Wasserpreis aus.

     
  VERUNREINIGUNG IM TRINKWASSER
   
 

Da es infolge von Rohrbrüchen oder anderen Ereignissen fallweise
zu Verunreinigung im Trinkwasser kommen kann, ist es Stand der Technik, dass die kundenseitige Hausinstallation durch einen Filter geschützt wird. Das Wasserwerk empfiehlt dringend den Einbau eines solchen Hauswasserfilters.

Da Schwaz in einem großen Bereich eine Hanglage aufweist,
sind die Druckverhältnisse im Leitungsnetz sehr von der Lage des betrachteten Objektes abhängig.
In der Ebene ist im Netz ein statischer Druck von ca. 10 bar vorhanden, im Hangbereich sinkt er mit dem Höhenunterschied ab. Am Pirchanger und am Freundsberg herrschen wieder andere Druckverhältnisse.

Das Netz ist an vier Punkten mit den Nachbargemeinden verbunden (3 mal mit Vomp, 1 x mit Stans). Diese Verbindungen dienen nur der Notaushilfe und sind normalerweise geschlossen.

Neben der öffentlichen Wasserversorgung gibt es in Schwaz auch noch private bzw. genossenschaftliche Versorgungsanlagen (zB im Ried und am Arzberg).

     
  RECHTLICH/KAUFMÄNNISCHES  
     
 

Der Anschluss an die Wasserversorgungsanlage der Stadtwerke ist in der Wasserleitungsordnung geregelt. Diese Ordnung wird vom Gemeinderat beschlossen. In der Wasserleitungsordnung sind auch die Gebühren geregelt.

Beim Erstanschluss und bei Gebäudeerweiterungen bzw. Schaffung von zusätzlichem Wohnraum wird eine Anschlussgebühr verrechnet.

Die Entnahme des Wassers wird mit amtlich geeichten Zählern exakt erfasst und zu dem
Tarif, der vom Gemeinderat beschlossen wurde, verrechnet.

Bei einem Neuanschluss erfolgt die Herstellung der Hausanschlussleitung bis inkl. Zählereinbaugarnitur durch das Wasserwerk auf Kosten des Kunden.
Die Hausanschlussleitung geht anschließend in die Instandhaltungsverantwortung und -pflicht des Wasserwerkes über.

WASSERQUALITÄT